Als vor 15 Jahren mit dem Bau des Königs Parks begonnen wurde, wurden alle Tiefbauleistungen zur Erschließung des Wohn- und Gewerbegebiets koordiniert durch die Medienträger ausgeführt. D.h. dort wo es möglich war wurde von den Medien der gleiche Kabelgraben genutzt. Damit war gewährleistet, dass die Anschlüsse für Elektro, Gas, Wasser und Abwasser sowie Telefon und Fernsehen zeitgleich in den entsprechenden Häusern der verschiedenen Bauabschnitte endeten und dann auch betriebsbereit waren. Für Baulücken wurden Kabelringe ausgelegt.
Telefon- und Fernsehkabel plante und baute die Deutsche Telekom. Das BK-Kabel (Breitbandkabel/Tube) bringt das TV-Signal von der Empfangsstelle in Zeesen bis zu den Verteilern im Wohngebiet. Die Signalverteilung bis zum BK-Abschluss in den Hausanschlussräumen realisierte 1995/96 Fa. KARP. Das BK-Netz ist ursprünglich als analoges Netz gebaut und mit analogen Verzweigern und Verstärkern ausgerüstet. Dieses Netz wurde auch von der Telekom betrieben. Später erfolgte der Verkauf an Kabel Deutschland. Heute ist das BK-Netz fast vollständig digitalisiert. Eine Übertragung von 3 Diensten (Telefon, Internet und Radio/Fernsehen) ist gleichzeitig möglich.
Der Internetzugang war zum Anfang noch ein „Nebenprodukt“ der Telefonie. Der private Zugang erfolgte über Modem (56 kBit/s) oder ISDN (64 kBit/s). Mit Einführung der Regulierung im Telekommunikationsmarkt 1998 wurde die Telekom gezwungen ihr Netz für andere Anbieter zu öffnen. Telefonanbieter mieteten eine Teilnehmeranschlussleitung (TAL), oft auch als letzte Meile bezeichnet, von der Telekom zu regulierten Preisen, die weit unter den Produktionskosten liegen.
War anfangs noch eine weitgehend zeitabhängige Abrechnung der Leistungen (Telefon u. Internet) üblich, ist heute die Flatrate (Pauschaltarif) zu „Kampfpreisen“ marktüblich.
Die technische Entwicklung und die Möglichkeiten die das Internet bietet, hatten auch die Bedürfnisse an Internetzugängen und deren Übertragungsgeschwindigkeit wachsen lassen. Der wichtigste Faktor dabei ist neben den Netzknoten der Übertragungsweg zum Kunden. Diese Verbindung besteht nun seit fast 15 Jahren aus der einfachen Kupferdoppelader zwischen dem Netzknoten auf dem Funkerberg und dem Wohngebiet Königs Park. Leider wurden die Kabelquerschnitte (0,4 mm im HK, 0,35 mm im VzK !) seinerzeit, auch aufgrund hoher Kupferpreise, primär nur für den Telefondienst (ISDN) bemessen. Damit sind Dämpfungswerte vorgegeben. Zusätzlich werden diese Dämpfungswerten durch schlechte Trennbedingungen im Kabel negativ beeinflusst. Die theoretisch berechnete Dämpfung beträgt jetzt ca. 34 dB. Damit ist eine ADSL Übertragung bis zu 1,5 MBit/s im günstigen Fall möglich.
Alle Anbieter von Internetzugängen müssen diese technischen Gegebenheiten akzeptieren oder sie investieren in neue Glasfaserkabelverbindung mit VDSL-Technik (50 MBit/s).
Leider ist die Regulierung durch die Bundesnetzagentur hier für die großen Netzbetreiber eine Investitionsbremse.
Für den Königs Park sind in der nächsten Zeit auch von der DT AG keine Netzerweiterungen vorgesehen.
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