Plötzlich und noch schnell vor dem Winter wird an allen wichtigen Straßen um Königs Wusterhausen gebaut. Geld scheint hier ohne Ende da zu sein. Gut für die mit den Arbeiten beauftragten Firmen. Schlecht für die Autofahrer. Über die Notwendigkeit der Arbeiten könnte man streiten.
Nicht streiten kann man über die kurzsichtige und dilettantische Koordinierung von Umleitungsstrecken. Der Grundsatz, keine Baustelle auf Umleitungsstrecken wurde mit Füssen getreten oder er ist in Vergessenheit geraten.
Noch im Altkreis Königs Wusterhausen unterlagen alle Straßensperrungen der Zustimmung der Kreis-Sperrkommission. Polizei, Rettungsdienste, Verkehrsbehörde, Tiefbauämter, Leitungsträger und Baufirmen fanden auch in komplizierten Situationen Lösungen.
Die territorial Verantwortlichen, die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und der LDS-Landrat, reden sich mit nicht zuständig heraus.
Was sind das für Pappnasen? Forderungen auf Einhalten bestehender gesetzlicher Normen mit Beharrlichkeit durchzusetzen, nötigenfalls mit Baustopp per Einstweiliger Verfügung, ist nicht ihr Ding!
Bald ist die Aufregung vorüber. Die Straße ist erneuert und gleiche Nase könnte ja mal ein Band medienwirksam, da nicht zuständig, durchschneiden.
Zum Baustellenmanagement ist auf der Seite des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) folgendes geschrieben:
Das MIL hat als Oberste Straßenbau- bzw. Straßenverkehrsbehörde die Aufsicht darüber, dass der Verkehr reibungslos, d. h. mit möglichst geringen Einschränkungen, fließt.Die Dienststellen des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg (LS) haben über viele Jahre eine hohe Professionalität hinsichtlich des Baustellenmanagements im Straßenraum entwickelt. Mit einem durchdachten Baustellenmanagement werden unnötige Verkehrsbehinderungen und Beeinträchtigungen für die Anlieger, Gewerbebetriebe und Verkehrsteilnehmer vermieden und die Verkehrssicherheit während der Bauausführung sichergestellt.
Schlagwörter: Baustellen, Straßenbau


UND WAS NUN?